Vorwort väterliche Ahnen

Es handelt sich nicht (nur) um die Darstellung der Familie Duve, sondern erfasst sind meine väterlichen Ahnen, dargestellt anhand von Familien. Dabei wurden die Kinder der direkten Ahnen mit erfasst.

Natürlich bin ich dabei auf die Familie Duve besonders eingegangen.

Ausgewertet wurden insbesondere Kirchenbücher und Regesten des Landesarchivs Schwerin. Insbesondere aber konnte ich auf Forschungen von Hans Heinrich Leopoldi (Genealoge und Archivdirektor in Schwerin 1917-1978) aufbauen, der 1937 einen Teil der Ahnen Duve ermittelte. Auch habe ich weitere publizierte Quellen ausgewertet. Ein Literaturverzeichnis ist bisher nicht erstellt.

Die Quellenlage in Mecklenburg/Holstein/Frankfurt Oder etc. ist im Vergleich zur Magdeburger Börde ungleich schlechter und die Ermittlungsmöglichkeiten sind für mich schwieriger. Während ich bei meinen mütterlichen Ahnen die Kirchenbücher abfotografiert zu Hause habe, muss ich bei den väterlichen Ahnen reisen. Zwar haben die Mormonen einen Großteil der Kirchenbücher verfilmt, doch ist in deren Dateien die Suche äußerst mühsam. Oft stimmen die Überschriften mit dem Inhalt nicht überein. Man möchte verdienen ...Auch fangen die Kirchenbücher oft spät an und waren schlecht geführt.

Ausgewertet habe ich die Kopulationsregister von Franz Schubert, sie waren hilfreich, wie auch seine Auswertungen "300 Mecklenburgische Pastoren berichten".

In Pritzwalk habe ich bisher noch gar nicht ermittelt.

Das Landesarchiv in Schwerin ist eine interessante und gute Quelle, die Unterlagen über die ritterschaftlichen Höfe und Domänen sehr gut. Aber - ich muss reisen und ein Tag vergeht schnell.

Ich habe meine Daten in das Internet-Portal MyHeritage gestellt. Der Ertrag ist eher dürftig.

Kurzum - die Qualität und Tiefe bei meinen väterlichen Ahnen ist mit denen der mütterlichen Seite nicht vergleichbar. Man erkennt dies sofort an den Seitenzahlen der Zusammenfassungen.

Bei der Darstellung der Familien habe ich die Schreibweise der Namen vereinheitlicht. Bei den vielfach erwähnten Paten und in Auswertungen aus Regesten wurde häufig die dortige Schreibweise angegeben. Es sind aber vielfach nicht Zitate im strengen Sinn - was Puristen sicher stören wird.

Wie ersichtlich - meine Ahnen waren vornehmlich im landwirtschaftlichen Bereich tätig.

Hierzu muss man wissen, dass Mecklenburg eine ungewöhnliche Struktur bei den Höfen hat. Ungefähr die Hälfte (46%) waren ritterschaftliche Höfe, gehörten also dem Adel. Soweit Bürgerliche dort beschäftigt oder als Bauern oder Pächter tätig waren, war ihr sozialer Status nicht günstig. Folglich heiratete man relativ spät. Vergleicht man die Generationenfolge in Mecklenburg mit der bei meinen mütterlichen Ahnen aus der (ertragreichen) Magdeburger Börde, dann ergeben sich deutliche Unterschiede, was im Fall der Magdeburger Börde noch durch das dort geltende Jüngstenerbrecht verstärkt wurde. Ob ich bei meiner Darstellung den sozialen Status der in ritterschaftlichen Höfen "Beschäftigten" richtig bezeichnet habe, weiß ich nicht.

Nahezu die andere Hälfte (40%) waren herzogliche Güter, die späteren Domänen. Sie waren oft an bürgerliche Familien verpachtet und auch teilweise über mehrere Generationen in der gleichen Familie. Das Domänenamt förderte dies. Meine Ahnen waren hier stark vertreten.

Vielleicht noch ein kurzer Hinweis zu meiner Arbeitsweise:

Zuerst habe ich meine Daten in ein Ahnenforschungsprogramm - GENProfi4 - eingepflegt. Das Programm - uralt, dBase Ursprung, mit Clipper schnell gemacht, alles MS-DOS Welt - wurde erweitert um GENProfi Stammbaum (grafische Darstellung). Beide Programme lassen viele Auswertungen zu, insbesondere die Nachfahrenlisten (GENProfi4) und die grafischen Nachfahrentafeln (Stammbaum) waren sehr hilfreich.

Nach dieser Vorarbeit wurde die hier vorliegende Darstellung erstellt.

Nach dem Verkauf meiner Firma und der Beendigung der nachfolgenden Tätigkeit hatte ich viele Ideen, was ich noch machen könnte. Es ist die Ahnenforsung geworden. Die Stunden am Computer bleiben ungezählt, meine Frau hat oft gestöhnt.

Die Darstellung verfolgt natürlich einen Zweck. Wie oben dargestellt, habe ich alles aus meinen "Urdaten" neu erstellt. Dabei sind sicher viele Tippfehler entstanden. Ich bitte um Hinweise - jede Verbesserung der Texte ist erwünscht, ich bin nicht empfindlich.

Weiterhin erhoffe ich mir Korrekturen und/oder Erweiterungen meiner Daten von anderen Forschern. Auch hier sei gesagt - ich bin froh über jeden Hinweis.