Vorwort mütterliche Ahnen

Es handelt sich nicht (nur) um die Darstellung der Familie Lücke, meine Mütter ist eine geborene Lücke, sondern erfasst sind meine mütterlichen Ahnen, dargestellt anhand von Familien. Dabei wurden die Kinder der direkten Ahnen mit erfasst. Ausgewertet wurden insbesondere die Kirchenbücher in der Magdeburger Börde, die mir abfotografiert vorliegen und diejenigen, die als Familienbuch veröffentlicht wurden. Weiterhin ein Teil der Regesten des Landeshauptarchivs in Magdeburg, die ich teilweise kopierte, abschrieb oder die jetzt online zur Verfügung stehen. Sehr hilfreich waren für mich zwei Bücher von Herrn Dr. Horst F. Nagel, Sonderband 7 und 8 der Mitteilungen der Arbeitsgemeinschaft Genealogie Magdeburg, Magdeburg 2009 und 2010, seine Ahnenliste. Mit Herrn Dr. Nagel habe ich viel Ahnengleichheit. Teilweise übernahm ich seine Daten einfach, teilweise die Quellen erwähnt und ausgewertet, teilweise aber auch andere Ergebnisse dargestellt. Herr Dr. Nagel ist verstorben, so dass leider eine kritische Auseinandersetzung mit ihm nicht mehr möglich ist. Viel gelernt habe ich von Herrn Ingo Schulz in Magdeburg, der eine wunderbare Darstellung der Familie Freytag in der Schriftenreihe der Stiftung Stoye, Band 63 veröffentlicht hat. Die dortigen Daten sind sehr umfangreich und noch nicht vollständig ausgewertet. Auch habe ich weitere publizierte Quellen ausgewertet. Ein Literaturverzeichnis ist bisher nicht erstellt. Bei der Darstellung der Familien habe ich die Namen vereinheitlicht. Bei den vielfach erwähnten Paten und Namen in Auswertungen aus Regesten wurde häufig die dortige Schreibweise angegeben. Es sind aber vielfach nicht Zitate im strengen Sinn - was Puristen sicher stören wird. Anfangs habe ich die Ahnenlistenummern vermerkt. Im Laufe der Darstellung ergaben sich immer wieder neue Zusammenhänge. Sie wurden nur teilweise in der Nummerierung aufgenommen. Um dem abzu-helfen, müsste ich alle neueren Erkenntnisse in mein Ahnenforschungsprogramm einpflegen und die Nummerierungen alle überprüfen. Dies ist bisher nicht erfolgt. Auch habe ich vielfach bei den „frühen“ Familien die Reihenfolge der Kinder nicht gewusst. Durch spätere Erkenntnisse sind ein Teil der Daten verändert worden, so dass die Reihenfolgen hätte verändert werden müssen. Dies habe ich nicht gemacht, da das meine Verweise auf andere Familien durcheinander gebracht hätte. In Einzelfällen werde ich dem vielleicht abhelfen. Einen gewissen Aufwand habe ich bei den Verweisen und Verknüpfungen mit anderen dargestellten Familien betrieben. Vermutlich habe ich nicht alle erfasst. Einige Abkürzungen habe ich verwendet, Koster ULF = Kloster Unser Lieben Frauen in Magdeburg. Auch verwende ich das Wort Steuerprotokoll, gemeint sind die Steuerprofessionsprotokolle, auch Steuer-revisionsprotokolle genannt. Sie wurden nach dem Übergang des Erzbistums Magdeburg an Brandenburg-Preußen erstellt. Vielleicht noch ein kurzer Hinweis zu meiner Arbeitsweise: Zuerst habe ich meine Daten in ein Ahnen-forschungsprogramm - GENProfi4 - eingepflegt. Das Programm - uralt, dBase Ursprung, mit Clipper schnell gemacht, alles MS-DOS Welt - wurde erweitert um GENProfi Stammbaum (grafische Darstellung). Beide Programme lassen viele Auswertungen zu, insbesondere die Nachfahrenlisten (GENProfi4) und die grafischen Nachfahrentafeln (Stammbaum) waren sehr hilfreich. Bei den Regesten habe ich die Daten der Akte erfasst und die mich interessierenden Familien in einer extra Datei aufgenommen. Nach dieser Vorarbeit wurde die hier vorliegende Darstellung erstellt. Eine Arbeit wie diese hat natürlich eine Vorgeschichte. Den ersten Anstoß bekam ich von meiner hoch verehrten Großmutter Ilse Lücke, geb. Reckleben. Sie besaß Ahnentafeln und Stammbäume der Familien Lücke, Reckleben, Böckelmann und Koch, die ich alle ausgewertet habe. Später hatte ich Kontakt zu Emil T. Heinemann, dem ich meine damals vorhandenen Daten zur Verfügung stellte und der mir Ergänzungen mitteilte. Dieser Kontakt schlief ein, weil mir das als Student zu teuer wurde. Dann kam ich in Kontakt zu Herrn Dr. Nagel in Quedlinburg, mit dem ich häufig korrespondierte, den ich auch noch zu DDR-Zeiten in Quedlinburg besuchte. Das war eine für mich lehrreiche Zeit, wenn auch die Zusammenarbeit nicht einfach war. Sehr viel entspannter und auch ertragreich war die nachfolgende Zusammenarbeit mit Herrn Wolfgang Brandt und Ingo Schulz in Magdeburg. Mit Herrn Brandt habe ich insbesondere den Austausch von Fotos der Kirchenbücher organisiert, Herr Schulz hat mir viel geholfen beim Entziffern und Ausdeuten schwieriger Texte. Auch mit Herrn Carsten Tüngler hatte ich Kontakt; er hat für mich teilweise ermittelt und einige Familien dargestellt. Nach dem Verkauf meiner Firma und der Beendigung der nachfolgenden Tätigkeit hatte ich viele Ideen, was ich noch machen könnte. Es ist die Ahnenforschung geworden. Die Stunden am Computer bleiben ungezählt, meine Frau hat oft gestöhnt. Die Darstellung verfolgt natürlich einen Zweck. Wie oben dargestellt, habe ich alles aus meinen „Urdaten“ neu erstellt. Dabei sind sicher viele Tippfehler entstanden. Ich bitte um Hinweise - jede Verbesserung der Texte ist erwünscht, ich bin nicht empfindlich. Natürlich reichen die ermittelten Daten unterschiedlich weit zurück. Durch die Heirat meines Urgroßvaters mit Jenny Comte entstand eine große Lücke; in Frankreich habe ich nicht ermittelt und auch nicht ermitteln lassen. Auch bei dem Zweig nach Quedlinburg habe ich wenig recherchiert, obwohl dort gute Quellen vorhanden sind. Auch bei der Familie Weltzien und insbesondere Tielebein bin ich nicht recht voran gekommen. Wer mir hier den entscheidenden Tipp gibt, erhält eine Kiste Schampus. Weiterhin erhoffe ich mir Korrekturen und/oder Erweiterungen meiner Daten von anderen Forschern. Auch hier sei gesagt - ich bin froh über jeden Hinweis.